Traurige Überraschungen ...  [31.07.09]

In den vergangenen Tagen und Wochen erlebten die Besucher des Landesarboretums im Exotischen Garten in kurzem Abstand den plötzlichen Tod zweier markanter und wertvoller Bäume.

Schaden an der Sumpfzypresse

Am 17. Juli war es die Sumpfzypresse aus dem Jahr 1819 am Eingang bei der katholischen Kirche, deren oberes Drittel, welches bereits vorgeschädigt war, durch einen kurzen und heftigen Sturm in der Nacht abgedreht wurde. Hier können wir nicht mehr tun, als den Rest des Stammes im Herbst vollständig zu entfernen.

Gerade 11 Tage später fiel in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli in der Nähe der Blutbuche mit der Rundbank die Honigesche oder auch Bienenbaum genannte Tetradium daniellii um. Ein herber Verlust, stand doch der Baum gerade kurz vor seiner als Bienenweide dienenden, üppigen Blüte. Nachfolgende Untersuchungen im Wurzelbereich ergaben auch hier eine Vorschädigung, die allerdings nicht ohne weiteres erkennbar war.

In einem Garten mit solch altem Baumbestand wie im Landesarboretum bleibt es nicht aus, dass man immer wieder Abschied nehmen muss von lieb gewordenen Baumindividuen. So entgeht dem aufmerksamen Besucher nicht das langsame Sterben der Baumhasel beim Römischen Wirtshaus oder gar der Baumanns-Roßkastanie mit den markant geschwungenen Ästen am Fußweg vom Eingang an der Garbe zum Spielhaus. Längstens noch zwei bis drei Jahre wird es dauern, bis auch diesen Beiden das Ende bereitet ist.

Gleichwohl bietet dies auch immer wieder die Chance für eine Neugestaltung des Gartens in kleinen Teilbereichen, um so das Erbe dieser wertvollen Baumsammlung auch für die kommenden Generationen zu bewahren. Es lohnt sich also über den plötzlichen Verlust hinauszublicken, in froher Erwartung dessen, was da kommt.


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