Sammlungsgewächshaus

Die Botanische Warmhaussammlung umfasst derzeit ca. 2000 Arten. Die systematischen Sammlungen beinhalten Peperomien mit rund 40 Arten, Kakteen mit 300 Arten und die bekannte Begonien-Sammlung mit etwa 160 Arten.

Als geographische Sammlungen werden Pflanzen des tropischen Ostafrika und der Wüsten Afrikas gezeigt. Spezifische morphologische Sammlungen stellen die fleischfressenden Pflanzen, Ameisenpflanzen und epiphytischen Pflanzen dar. Beliebt ist das Beet mit den tropischen Nutzpflanzen.

In den sieben Abteilen des Sammlungsgewächshauses (s. Plan) zeigen wir (1) Tropische Feucht- und Trockenvegetation, (2) Fleischfressende Pflanzen, (3) Kakteen, (4) Bromelien, Farne und Wasserpflanzen, (5) Tropische Nutzpflanzen und die Begoniensammlung, (6) Afrikanische Wüstenpflanzen, dazu ein Abteil (7) für die An- und Nachzucht der Pflanzen.


Historie

Das erste in Hohenheim errichtete Gewächshaus war das sogenannte Eiserne Haus, Baujahr 1789, ein Teil der frühen Englischen Anlage Herzog Carl Eugens. Es war eine moderne Konstruktion aus Glas und Stahl und konnte beheizt werden. Hier wurde eine Sammlung von rund 1000 Ananaspflanzen aufbewahrt.

Im Jahr 1896 entstand dann unter dem Prof. Dr. Oskar von Kirchner das erste Gewächshaus mit einer botanischen Sammlung im Gebäude der alten Botanik. 1962/63 erfolgte der Umzug in die Gewächshäuser, an deren Platz heute die Mensa zu finden ist. Ab 1973/74 wurden neue Häuser am Langen See errichtet.

Im Sommer 2014 wurde das neue Sammlungsgewächshaus am Erna-Hruschka-Weg 2 bezogen.

Technik

Das Sammlungsgewächshaus besitzt eine Grundfläche von 600 m2. Das Dach ist mit Einscheibensicherheitsglas, die Stehwände mit wärmebeschichtetem Isolierglas ausgestattet. Der Klimacomputer RAM steuert Heizung, Lüftung, Luftfeuchte, Sprühnebel, Energieschirm und das Assimilationslicht. Die Wasserversorgung läuft über die 65 m3 große Regenwasserzisterne.